Schilddrüsenknoten – Schilddrüsenkrebs

Wie in allen anderen Organen unseres Körpers können auch in der Schilddrüse Knoten entstehen. Jegliche Art einer vergrößerten Schilddrüse wird umgangssprachlich als Kropf bezeichnet. Ein unbehandelter Kropf kann zu schweren Folgen für den Patienten führen. Eine frühzeitige Diagnose und Abklärung ist daher äußerst wichtig, auch wenn der Patient/In anfangs beschwerdefrei ist. Obwohl eine Knotenbildung in der Schilddrüse häufig auftritt, sind bösartige Veränderungen glücklicherweise selten. Selbst beim Vorliegen eines Schilddrüsenkrebses ist bei rechtzeitiger und richtiger Behandlung bei fast allen Patienten eine vollständige Heilung möglich. Durch die moderne Medizin ist es möglich jeden Knoten in der Schilddrüse genau zu charakterisieren und ihr biologischen Verhalten zu beurteilen. Von „heißen“ Knoten im Bereich der Schilddrüse sprechen Mediziner, wenn die Knoten szintigraphisch stoffwechselaktiv sind und in der Folge unkontrolliert Hormone produzieren. Diese Knoten wachsen typischerweise nur sehr langsam und bleiben daher oft unbemerkt. Mitunter treten jedoch einzelne Symptome der Überfunktion auf, die auf Knoten schließen lassen. Diese Knoten sind meist keine Karzinome, können aber auf Grund übermäßiger Produktion von Schilddrüsenhormon dennoch Beschwerden verursachen. Im Gegensatz zu den „heißen Knoten“ gibt es auch die „kalten Knoten„, also funktionell wenig aktiven Knoten in der Schilddrüse. Diese müssen unbedingt weiter abgeklärt werden, es besteht die  Gefahr besteht, dass sich möglicherweise hinter diesem Knoten ein Schilddrüsenkrebs verbirgt. Wenn Sie einen Knoten in der Schilddrüse oder eine Verdickung Ihres Halses bemerken oder vielleicht unter Schluckbeschwerden leiden, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit und vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin der Schilddrüse. Jede Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf), muss weiter abgeklärt werden.

Kalter Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten / Schilddrüsenkrebs – Ursachen

Letztlich sind die Ursachen, warum ein Schilddrüsenknoten oder Schilddrüsenkarzinom entsteht, aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht vollständig geklärt. Allerdings sind eine Reihe von Risikofaktoren bekannt, die die Entstehung von Knoten aber auch bösartige Tumore begünstigen:

  • Jodmangel
  • ionisierender Strahlung im Kindes- und Jugendlichenalter
  • genetische Ursachen (jedes 5. medulläre Karzinom)

Vielfältige Symptome können bei Schilddrüsenknoten auftreten

Gutartige Schilddrüsenknoten aber auch eine bösartige Krebserkrankung der Schilddrüse verursachen zunächst selten Beschwerden. Erste Anzeichen sind Knoten, die sich am Hals, in der Nähe der Schilddrüse, z.B. der Luft- oder Speiseröhre bilden. Je nach Lage der Knoten können die Beschwerden unterschiedlich ausgeprägt sein. Erst ab einer gewissen Größe sind sie spürbar. Sind sie sehr derb und hart oder wachsen rasch, so können Sie zu folgenden Beschwerden führen:

  • Schluckstörungen
  • Atembeschwerden
  • Fremdkörpergefühl im Halsbereich
  • Druckgefühl am Hals
  • Heiserkeit