Bei einem Morbus Basedow bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Teile der Schilddrüse. Dadurch wird die Schilddrüse zur vermehrten Hormonproduktion angeregt, wodurch es in der Folge zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommt. Die Erkrankung betrifft die gesamte Schilddrüse und führt typischerweise zu einer diffusen Vergrößerung der Schilddrüse. Außerdem können durch die im Blut zirkulierenden Antikörper auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Besonders gefürchtet ist die Mitbeteiligung der Augen (endokrine Orbitopathie). Daher werden Kontrollen durch einen Augenarzt empfohlen.

Eine ursächliche Behandlung des Morbus Basedow gibt es bisher nicht. Zunächst wird die Überproduktion der Schilddrüsenhormone behandelt. Der Patient bekommt Medikamente, die die Bildung der Schilddrüsenhormone bremsen, sogenannte „Thyreostatika“. Es ist bekannt, dass sich die Überfunktion bei etwa 40 Prozent der Patienten im Verlauf von 12 bis 18 Monaten von selbst wieder bessern kann und die Patienten dann keine weiteren Thyreostatika mehr einnehmen müssen. Umgekehrt kommt es bei etwa 60 Prozent der Patienten nach Absetzen der Thyreostatika zu einer erneuten oder bleibenden Hyperthyreose.

Vielfältige Symptome können im Rahmen eines Morbus Basedow auftreten, im Vordergrund stehen die allgemeinen Symptome der Schilddrüsenüberfunktion.

  • Emotionale Schwankungen
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe, Hyperaktivität
  • depressive Verstimmung bis zur Depression
  • Angstzustände
  • Spürbares Herzrasen: Besonders Jüngere leiden häufig unter Herzbeschwerden
  • Zittern der Hände
  • Schweißausbrüche
  • Haarverlust, brüchige Nägel
  • Gewichtsverlust, obwohl der Appetit groß ist
  • Aussetzen der Periode
  • Potenzprobleme
  • Augenerkrankungen: Typisch für Morbus Basedow sind hervortretende Augen „Glupsch- oder Glotzaugen“ (Exophtalmus).